Warum ich weiter mit einer Spiegelreflexkamera fotografiere

DSLR oder Spiegellose Kamera?

Von allen Seiten, allen Herstellern, kommen immer mehr „Spiegellose Kameras“, die den Nutzer von Gewicht, von unnötigem Ballast befreien sollen. Die Rede ist nicht nur von kleinen Sucherkameras, wie es sie natürlich bereits vor ewiger Zeit auch schon im Analogen gegeben hat, sondern von Kameras mit einem festen Objektiv mit großem Brennweitenbereich und von Modellen mit Wechselobjektiv.

Diesem Trend zur Gewichtseinsparung wollte ich mich nicht verschließen, schließlich ist es nicht schlecht, weniger Zeug dabei zu haben, besonders in der Freizeit, speziell im Urlaub. So habe ich mir neben meinen beiden Nikon zuerst eine mittelgroße Sony zugelegt, die RX 10. Die optische Leistung der Kamera ist wunderbar. Das Objektiv hat für den bereits enormen Brennweitenbereich von ( Kleinbildäquivalent!) 24-200mm die unglaubliche Blende 2,8, und zwar durchgehend. Das gibt es bei größeren Kameras nicht, hat aber wohl auch etwas mit Physik und dem kleinen 1-Zoll-Sensor zu tun. 1 Zoll klingt etwas klein, aber mir gefällt diese Größe, speziell im Videobereich, aber das ist ein anderes Thema.

Das inzwischen recht beliebte Sensorformat MFT ( Microfourthird) ist in der Diagonalen, und darauf beziehen sich diese Bezeichnungen für Sensoren immer, ein Drittel größer. 1-Zoll= 3/3 Zoll, MFT= 4/3 Zoll. Zum anderen stellt Sony nach meiner Meinung zur Zeit die besten Sensoren her, die allerdings auch von einem Hersteller wie Nikon genutzt werden. Den Kontrastumfang finde ich sehr gut, die Auflösung auch. Mit der Leistung des Objektivs bin ich auch zufrieden. Allerdings zählt immer der Vergleich mit anderen Kameras, Grundlage ist natürlich aber der Zweck der Bilder, Hochglanzwerbung wird man eher nicht mit diesem Modell aufnehmen.

Diese Dinge beziehen sich auf die RX10, es gibt natürlich auch deutlich größere Spiegellose, die auch DSLM abgekürzt werden. DSLM steht für Digital Single Lens Mirrorless. Fuji, Panasonic, Sony und mittlerweile auch Canon und Nikon bieten professionelle DSLM an, bei denen das Objektiv auch gewechselt werden kann.

Was mir nicht gefällt

An erster Stelle steht für mich ganz klar der Sucher. Viele Nutzer und auch Fotojournalisten freuen sich über WYSIWYG: What you see is what you get. Man sieht bereits im Sucher, ob das Bild über- oder unterbelichtet ist, ob der Weißabgleich daneben liegt. Dafür verzichtet man aber auf etwas, was für mich den Ausschlag gibt: Immer ein möglichst helles Sucherbild, das der Aufnahmesituation auch entspricht. Ein helles Sucherbild ist nur schwer zu ersetzen, zumindest für mich.

STOP! werden jetzt einige denken, der Sucher kann auch automatisch nachgeregelt werden. In diesem Fall wird ein zu dunkles Sucherbild elektronisch verstärkt, bis man in jeder Ecke des Bildes alles erkennt. Nein, danke! sage ich dazu. Der Sucher beginnt zu rauschen, er steht quasi auf Automatik, das Gain ( oder db, ISO etc) wird für das Sucherbild hochgerissen. Das nervt mich total. Das aufgenommene Bild wird dadurch nicht beeinflusst, aber genau das zu dunkle Bild im Sucher stört mich dieses Rauschen bei der Gestaltung des Bilds. Ich kann mich leider nicht auf den Bildinhalt konzentrieren, wenn es vor meinem Auge rauscht. Geht nicht.

Ein weiterer Punkt ist der Autofocus. Ich kann nicht pauschal über jedes DSLM-Modell reden, aber meine beiden Sonys sind langsam. Zu langsam. Gleiches habe ich auch von anderen Kollegen bei ihren Kameras gehört. Ich gehe allerdings davon aus, dass es bei den Spitzenmodellen der Hersteller anders aussieht, aber so ganz sicher bin ich nicht 😉

Der Energieverbrauch ist der nächste Punkt. Ein Videosucher will natürlich mit Strom versorgt werden. Nun wird nicht jeder bei jedem Fotoshooting gleich mehrere Hundert Aufnahmen machen, geschweige denn Tausend. Aber ich gebe zu bedenken, dass die Akkus bei den Spiegellosen, die ihren Vorteil aus geringerer Größe und Gewicht ziehen sollen, natürlich auch kleinere Akkus haben, die von der Kapazität mit großen Akkus nicht mithalten.

Objektive vorhanden?

Der Kauf einer Spiegellosen ist entweder ein Neubeginn, sei es verbunden mit einem Systemwechsel von einem Hersteller zum anderen, oder man bleibt bei seinem bisherigen Hersteller und überlegt nun, ob man seine Objektive weiter nutzt oder neue kauft. Hier beschleicht mich das Gefühl, dass der Wechsel zur Spiegellosen zuerstmal dem Hersteller nutzt. Will ich die Objektive der Spiegelreflex (DSLR) an dieser kleineren Kamera nutzen oder neue kaufen, die insgesamt natürlich besser an das kleine Gehäuse passen? In den allermeisten Fällen werden größere Investitionen die Folge sein.

Gewicht und Größe

Das Gewicht spielt für die meisten Fotografen die Hauptrolle, wenn sie an Spiegellose denken. Bei mir ist das auch ein Punkt, aber andersherum: Ich habe keine Klodeckel als Hände, brauche auch nicht zwei Kilo Glas und Metall, die ich eine oder mehrere Stunden hochhalte. Aber ein knappes Kilo darf es schon sein, denn Gewicht gibt auch Sicherheit beim Halten, schließlich wackeln leichte Dinge schneller als schwere. Und eine schwere Spiegellose würde für mich keinen Sinn mehr machen.

Wie geht es Euch bei dem Thema? Kommentiert meine für Euch vielleicht vollkommen unsinnige Meinung unten 🙂

Schöne Grüße, Olaf

Der 2. Blick

Eine Fotoausstellung

Meistens hängen Bilder heutzutage eher im Internet, weniger an der Wand, geschweige denn in einem Fotoalbum. Wobei, die moderne Form des Albums ist ja inzwischen das Fotobuch. Aber in deutlich größer und irgendwie auch „echter“ als Foto ist das althergebrachte Bild, wenn man es einzeln hat, berühren kann, es vielleicht anschließend gut gerahmt an einer Wand zur Betrachtung freigegeben ist.

So natürlich auch auf einer Fotoausstellung. Jetzt darf ich zusammen mit fünf sehr kreativen Menschen meine Bilder im Kunstraum 44 in Kelkheim, zwischen Frankfurt und Wiesbaden, auf einer Fotoausstellung zeigen, die Vernissage ist diesen Freita, um 19:30 Uhr.

Hier der offizielle Einladungstext, ich würde mich sehr freuen, wenn Ihr dabei seid!

„Die Gemeinschaftsausstellung von sechs Fotografinnen und Fotografen trägt den Titel „Der 2. Blick“ und wird mit der Vernissage am 18.1.2019 um 19.30 Uhr im KunsTraum44 in der Breslauer Straße 44 in 65779 Kelkheim eröffnet.

Die Einführung hält Michael Heinz, Jazz & Chanson werden von Christina Eretier und Paul Pfeffer dargeboten. Geöffnet ist die Ausstellung bis zum 3. Februar jeweils donnerstags und samstags von 15.00-18.00 Uhr sowie sonntags von 11.00-18.00 Uhr.

Fotografie hat sich als Kunstform etabliert, davon zeugen viele Ausstellungen, die die Erscheinungsweisen der künstlerischen Fotografie ausloten. Dem Künstlerkreis Kelkheim gehört eine ganze Reihe von Fotografinnen und Fotografen an, die das fotografische Handwerk verstehen und künstlerisch fotografieren. Die Ausstellung „Der 2. Blick“ präsentiert fotografische Arbeiten von Christina Eretier, Christa Steinmetz, Hans-Uwe Hoffmann, Olaf Jahnke, Stephan Kühne und Thomas Muncke.

Mit dem 2. Blick ist hier der Blick durch die Kamera gemeint, nachdem man sich den ersten Eindruck mit dem unbewaffneten Auge verschafft hat. Foto ist nicht gleich Foto, die Herangehensweise macht den Unterschied. Einige Fotografen planen ihre Aufnahmen im Voraus, andere gehen mit der Kamera los und nehmen auf ihre Art auf, was die Wirklichkeit ihnen zeigt.

Die ausgestellten Aufnahmen präsentieren die Bandbreite von bildjournalistischer Arbeitsweise bis zu Computerarrangements von Fotografien, die phantasievolle oder irritierende Welten zeigen. Doppelbelichtungen oder dynamische Kameraführung sind weitere Arbeitsweisen.

Die Vernissage bietet natürlich auch die Gelegenheit, mit den Fotografinnen und Fotografen ins Gespräch zu kommen. Fragen Sie sie doch mal, wie sich die Arbeitsweise mit Einführung der Digitalfotografie geändert hat oder wieso ein Bildjournalist auch ein Künstler sein kann…! Wir freuen uns auf Ihr Kommen!  

Thomas Muncke Für den Künstlerkreis Kelkheim e.V.

Cool oder Rückschritt ?

Nettel – tatsächlich eine Kameramarke, allerdings liegt die Produktion schon Jahrzehnte zurück. In einem Anfall von leichtem Wahnsinn, leicht, weil nur 75€, habe ich ein Modell des schwäbischen Herstellers ersteigert. Eine Mittelformatkamera, aber nicht das allgemein bekannte Negativformat von 6x6cm, sondern das ungewöhnliche Maß 6x9cm.

Damit kehre ich eigentlich nur zum Format meiner allerersten Kamera zurück, einer Agfa Clack, die mir mein Onkel Waldemar vermachte als ich 10 war.

Ich habe keine Ahnung, ob die Nettel richtig funktioniert. Verschlusszeiten, Blende, Objektiv. Zwischen den Jahren habe ich sie ausprobiert, mit einem sehr gutmütigen Film, dem Ilford XP2 Super, einem Schwarzweißfilm, der aber im Colorprozess C 41 entwickelt wird. Mache ich nicht selbst, mein Fotolabor habe ich vor einigen Jahren aufgelöst.

Deswegen für den allerersten Film ganz einfach beim Großlabor CeWe, über die Drogeriekette Müller. Ich hoffe, das wird was. Das Format könnte für das vollautomatische Labor eine Herausforderung sein.

Allerdings ist die Wartezeit eine Herausforderung für mich. Am 2. Januar abgegeben, am 12. ….noch nicht wieder da….Zuerst hatte ich auf der Einsendehülle gelesen, dass es eine Woche dauert, erst eine Woche später sah ich, Schwarzweißbilder dauern 10 Tage. Vermutlich Arbeitstage, also zwei Woçhen. Geduld ist èine Tugend. Ich melde mich, wenn die Bilder hier sind. Und falls etwas drauf ist 😎
Bis die Tage und einen guten Start in die neue Woche !

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